Feuerball als drastische Warnung

Aus der Presse | 10. Juli 2012

Rheinau: Großer Besucherandrang bei Tag der offenen Tür der Berufsfeuerwehr in Wache Süd mit spektakulären Vorführungen

Mannheimer Morgen, 10.07.2012 – Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Was so ein paar Tropfen Wasser anrichten können! Zumal dann, wenn man denkt, alles richtig zu machen – jedoch danebenliegt. Aber die riesige, grell-helle Stichflamme und der von dem Feuerball ausgehende Hitzeschwall sind eine drastische, doch unvergessliche Warnung: Brennendes Fett darf man nicht mit Wasser löschen, und das demonstriert die Feuerwehr anschaulich bei ihrem Tag der offenen Tür auf der Wache Süd, der sich erneut als Publikumsmagnet erweist.

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Die Vorführung der durch nur wenig Wasser ausgelösten Fettexplosion ist ebenso von einer großen Menschenmenge umringt wie der Übungscontainer der Taucher, der Rettungshubschrauber „Christoph 53“, die Polizeimotorräder oder der Kranwagen, der den Höhenrettern als Basis für teils waghalsige Vorführungen dient. Sie hieven auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann sowie die Stadträte Birgit Sandner-Schmitt (FDP) sowie Claudius Kranz und Steffen Ratzel (CDU) per Rettungskorb in 38 Meter Höhe, wo sie den großen Besucherandrang auf dem gesamten Gelände der Wache aus der Luft beobachten können.

Modenschau mit Musik

„Die Resonanz ist sehr viel stärker als gedacht“, freut sich Klaus Lermann, Wachleiter der Berufsfeuerwehr. „Richtig super“ findet auch Kommandant Sascha Zax von der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Rheinau, die Resonanz des Publikums – auch wenn er selbst von dem Tag nur wenig sieht, da er ständig Geschirr spült. 22 Ehrenamtliche seiner Abteilung kümmern sich insbesondere um das Kinder- und Jugendprogramm, über 35 Beamte der Berufsfeuerwehr, die eigentlich dienstfrei haben, sowie deren Partnerinnen und Kinder sind eingespannt, ebenso die Wachschicht – „aber nur so, dass sie jederzeit abrücken kann“, wie Lermann betont. „Abrücken“ müssen seine Leute zwischendurch tatsächlich, aber um Nachschub an Steaks und Bratwürsten zu holen, weil die – wie das Gyros – schon mittags restlos ausverkauft sind. „Wir hätten wirklich nicht gedacht, dass wir so überrannt werden“, so Klaus Lermann, „zumal es morgens noch stark regnete.“

„Sie stärken mit Ihrem Interesse auch den Leuten, die für Ihre Sicherheit da sind, den Rücken“, dankte Erster Bürgermeister Christian Specht dem Publikum. Berufs- wie Freiwilliger Feuerwehr dankte er, „dass wir uns auf Sie verlassen können“ – und zwar in jeder Lage. Das zeigten 14 Männer und zwei Frauen des Grundlehrgangs bei einer besonderen, originellen Modenschau. Ob große Hitze, gefährliche Chemikalien, wild gewordene Bienen, heimtückische Strahlung, Einsätze mit Kettensäge oder auf dem Wasser – sie präsentierten die jeweilige Schutzkleidung, mit passender Musik versehen von DJane Melanie. Ihr Vater, DJ Thomas alias Feuerwehrbeamter Thomas Roth, sorgte den ganzen Tag für gute Laune und sachkundige Informationen.

 

 

 

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