Alle Parteien für Notlösung bei Horten

Aus der Presse | 13. Juli 2012

Familien: Kirche baut Betreuung aus – über 200 Plätze

Mannheimer Morgen, 13.07.2012

So viel Freude, und das beim Thema Horte für Schulkinder: Das gab es lange nicht mehr. Im Jugendhilfeausschuss am Mittwochabend jedenfalls waren „Lob“, „Dank“ und „Freude“ die am meisten gebrauchten Wörter der Stadträte, obwohl es ja nur um eine Übergangslösung ging: Lob an die Stadt, Dank an Diakonie und Caritas und Freude über die geschaffenen Betreuungsplätze für Grundschulkinder. 215 neue Plätze brachte der Ausschuss einstimmig auf den Weg. Insgesamt klafft in diesem Jahr eine Lücke von fast 1000 Plätzen für die Betreuung von Grundschulkindern.

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„Die Warteliste wird weiter abgebaut“, so stellte die zuständige Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb den Einstieg der Kirche in die Schulkindbetreuung vor. Ab September richten Diakonie und Caritas zehn Gruppen an Grundschulen ein (wir berichteten). Weitere Gruppen dieser oder anderer freier Träger sollen folgen, das Kinderheim St. Josef in Käfertal steht etwa schon bereit. Die Verwaltung kann künftig Vereinbarungen mit den Trägern abschließen und sie den Politikern nachreichen, um keine Zeit zu verlieren.

„Hätten früher handeln müssen“

„Jeder Platz, den wir so schaffen können, ist wichtig für die Familien hier“, sagte Birgit Sandner-Schmitt (FDP). Genau wie sie lobte auch Marianne Bade (SPD) die Stadt und die freien Träger. Ziel müsse es aber bleiben, die Ganztagsschulen so weit auszubauen, „bis Horte in dieser Form nicht mehr nötig sind“. Rebekka Schmitt-Illert (CDU) sprach von einer „guten Lösung“, weil die Betreuerinnen auch fortgebildet werden sollen. Nur Gabriele Thirion-Brenneisen blieb zurückhaltend. „Wir, die Politik, hätten viel früher handeln müssen, dann wären wir heute nicht in dieser Lage“, so die Grünen-Politikerin.

Von den Eltern gab es Zustimmung zu dem Beschluss – „natürlich begrüßen wir das“, sagte eine Vertreterin des Stadtelternbeirats. Sie erinnerte aber daran, wie wichtig die Schaffung von Ganztagsplätzen bleibe. Das Angebot der Kirche geht nur bis maximal 15 Uhr. bro

 

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