Vom Türkischen Carré bis in den Jungbusch

Aus der Presse | 30. Juli 2012

Innenstadt/Jungbusch: Stadtteilrundgang mit der FDP-Fraktion

Mannheimer Morgen, 27.07.2012 – Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues

m Rahmen ihrer Stark-vor-Ort-Reihe besuchte die FDP-Fraktion den Bezirk Innenstadt/Jungbusch. Um „Markenbildung in der westlichen Unterstadt“ ging es im Café Taksim. Entlang der Marktstraße und der verlängerten Jungbuschstraße hat sich ein attraktiver Einkaufsbereich entwickelt. Die Unternehmen in den G- und H-Quadraten ziehen Kunden aus ganz Deutschland, ja sogar aus Frankreich und Luxemburg an. Um das reichhaltige Angebot an Textilien und Speisen auch den deutschen Mitbewohnern bekannt zu machen, haben die Wirtschaftsförderung der Stadt, das Stadtmarketing und die Citywerbegemeinschaft zusammen mit den Gewerbetreibenden vor Ort für die Firmen eine Marke entwickelt, die die Internationalität und Vielfalt des Angebots vor Ort zum Ausdruck bringen soll.

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Die Jury habe bereits über den Namenswettbewerb entschieden, aber solange dieser nicht veröffentlich sei, wolle sie ihn nicht verraten, sagte Franziska Haase vom Fachbereich Wirtschaftsförderung. Doch da war das Ergebnis bereits auf den Stadtseiten veröffentlich: „Türkisches Carré – Im Herzen Mannheims“. Das soll kein Name für den Stadtteil sein, sondern für das spezielle Angebote vor Ort, erklärten Gültekin Demir, Vorsitzender vom Verband Türkischer Unternehmer Rhein-Neckar e.V. und Ugurlu Soylu von Aktiv, einem weiteren Unternehmerverband.

Auf die Frage von Stadträtin Birgit Sandner-Schmitt, wie viele Unternehmer anderer Nationalität in ihren Verbänden seien, erklärten sie, circa fünf Prozent. Das sei nicht weiter verwunderlich in einem Gebiet, in dem 70 bis 80 Prozent Türken wohnten. Nicht jeder engagiere sich zudem in einem Verband. Der Wettbewerb sei ein offener Prozess gewesen, an dem sich jeder beteiligen konnte.

Vom Fraktionsvorsitzenden, Stadtrat Volker Beisel nach ihren Wünschen gefragt, erklärten die Gewerbetreibenden, zur Vermeidung von Staus am Wochenende vor der Tiefgarage unter dem Marktplatz seien Hinweise auf Ausweichparkplätze dringend erforderlich. Christiane Ram, Leiterin des Fachbereichs Wirtschafts- und Strukturförderung, erklärte, was hier stattfinde, sei spannend und werde von der Wirtschaftsförderung unterstützt.

In der Begegnungsstätte Westliche Unterstadt begrüßte die neue Geschäftsführerin Heike Grönert die Kommunalpolitiker. Beeindruckt zeigten sich die Gäste vom Angebot, das vom offenen Treff für alle Generationen, Stadtgarten für die Bewohner und Kindergarten bis hin zu Musikprojekten und Kunst AGs in Kooperation mit der benachbarten Johannes-Kepler-Schule reicht. Ein Problem sei die Verschmutzung des Spielplatzes auf dem Swanseaplatz, der vom Kindergarten benutzt wird. Der werde nur sporadisch von einer privaten Firma gereinigt, außerdem habe die Stadt die Wasserzufuhr gekappt. Am Ende ihrer Tour besuchten die liberalen Politiker die Jugendkirche Samuel am Luisenring, die noch im Aufbau ist, so Jugendpfarrer Daniel Kunz. Künftig soll es mindestens zweimal im Monat Veranstaltungen geben, die von Jugendgottesdiensten über Konzerte bis zu Kinoabenden reichen. Auch Kooperationen mit der benachbarten Moschee seien denkbar.

 

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