Herschelbad: Suche nach Nutzungskonzept vorerst gescheitert!

Aktuelles, Pressemitteilungen | 14. September 2012

Auf Nachfrage der FDP informiert Bürgermeister Quast im Sportausschuss über weiteres Vorgehen

Das Herschelbad erstrahlt schon wieder in neuem Glanz inmitten der Mannheimer City. Die umfassende Sanierung von Dach und Fassade steht kurz vor dem Abschluss. Doch der äußere Schein trügt, denn die Zukunft des Herschelbads ist nach wie vor völlig ungewiss. Auf Nachfrage der FDP-Fraktion informierte der Bürgermeister im Sportausschuss, dass die im vergangenen Jahr gestartete Suche nach einem Nutzungskonzept längst ergebnislos abgebrochen wurde. Die Verwaltung will nun erneut ausschreiben.

Wie geht es weiter mit dem Herschelbad? FDP-Fraktionsvorsitzender Volker Beisel zeigt sich irritiert über Verhalten der Verwaltung.

„Wir sind ehrlich gesagt mehr als erstaunt darüber, dass die Verwaltung den Gemeinderat nur beiläufig – und das auch nur auf ausdrückliche Nachfrage hin – über diesen Misserfolg informiert. Das Herschelbad ist nicht ein x-beliebiges städtisches Gebäude. Mit diesem Haus fühlen sich viele Mannheimerinnen und Mannheimer seit der Kindheit verbunden. Eigentlich sollte laut Gemeinderatsbeschluss bereits im letzten Herbst ein Ergebnis über die weitere Nutzung vorliegen. Nach über einem Jahr haben wir nach den Ergebnissen gefragt und erhalten die Antwort, dass die Suche nach einem geeigneten Nutzungskonzept und den entsprechenden Investoren seit langem abgebrochen wurde. Wann gedachte die Verwaltung eigentlich dem Gemeinderat hierrüber Bericht zu erstatten? Wir waren der Annahme, dass die Verwaltung immer noch den Gemeinderatsbeschluss vom Frühjahr 2011 umsetzt“, zeigt sich FDP-Fraktionsvorsitzender Volker Beisel sehr irritiert. Als Grund für den Abbruch der Suche nach einem Investor führt die Stadt „mangelnde Beteiligung“ an. Die Stadt entschied sich im letzten Jahr für den „Wettbewerblichen Dialog“, um mit diesem neuartigen Vergabeverfahren eine konkrete Nutzungskonzeption von potenziellen Investoren erarbeiten zu lassen.

 

Ergebnisse erst für Frühjahr 2013 erwartet

Das Herschelbad – ein Juwel des Jugendstils

Nach dem Scheitern der ersten Ausschreibung geht es jetzt in die zweite Runde. Erst im Frühjahr 2013 erwartet die Verwaltung vorlegbare Ergebnisse. „Für alle engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Herschelbad mit viel Eigeninitiative einsetzen, ist diese Situation verständlicherweise eine große Enttäuschung. Wir alle haben mit Spannung darauf gewartet, wie man die großen Raumreserven des Herschelbads mit Leben füllen und gleichzeitig den öffentlichen Bäderbetrieb aufrechterhalten kann. Immerhin wurde gerade die Außenhülle des Gebäudes für 8,6 Millionen Euro saniert, jetzt muss auch endlich im Inneren des Gebäudes etwas passieren! Vielleicht war das gewählte Vergabeverfahren nicht der Weisheit letzter Schluss? Vielleicht hätte man sich für einen anderen Wettbewerb nach den besten Ideen und Konzepten entscheiden sollen? Wir erwarten von der Verwaltung jetzt auf jeden Fall zügig einen umfassenden Sachstandsbericht. Es kann nicht sein, dass es am Ende heißt: Außen hui und innen weiterhin pfui! Das wäre ein herber Rückschlag für alle, denen das Herschelbad am Herzen liegt. Und für den Steuerzahler, denn die erste Ausschreibung hat bereits 30.000 Euro gekostet“, betont die sportpolitische Sprecherin und Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Reinemund.

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