Lindenhof: Charakter des Schwarzwaldviertel erhalten! Aber wie?

Aktuelles, Pressemitteilungen | 14. Januar 2013

FDP-Fraktion informiert sich vor Ort über Probleme der Nachverdichtung

Das Schwarzwaldviertel auf dem Lindenhof zählt zu den beliebtesten Stadtteilen in Mannheim. Die Nähe zum Rhein und zur City lockt viele Interessenten an, die im Viertel Immobilien erweitern oder neu bauen wollen. Die Nachverdichtung stößt dabei nicht nur auf Zustimmung bei den Anwohnern. „Ich habe Verständnis für die Befürchtung, dass durch die regen Bautätigkeiten der Charakter des Schwarzwaldviertels gefährdet wird. Genau deshalb ist die FDP-Fraktion vor Ort, um sich selbst ein Bild der Lage zu machen. Wir brauchen einen Interessensausgleich zwischen den berechtigten Anliegen der Anwohner und potenzieller Neubürgern, die sich hier baulich verwirklichen wollen“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Volker Beisel.

Herr Bezirksbeirat W. Engelen und Fraktionsvorsitzender Volker Beisel

Herr Bezirksbeirat W. Engelen und Fraktionsvorsitzender Volker Beisel

Bebauungsplan ist keine Lösung

Die Aufstellung eines Bebauungsplans kann aus Sicht der Liberalen nicht die Lösung des Problems sein. „Dafür haben wir im Schwarzwaldviertel zu viele unterschiedliche Gebäudehöhen und -tiefen, diverse Dachformen und eine bunte Mischung aus Einzelhäusern, Mehrfamilienhäusern und Villen. Diese müssten im Aufstellungsverfahren dann alle einzeln erfasst werden und am Ende hat man angesichts der Vielzahl immer noch keine wirkliche Sicherheit, dass der Charakter des Schwarzwaldviertels durch den Bebauungsplan erhalten bleibt. Die Verwaltung muss deshalb alternative Vorschläge unterbreiten, wie sich die Volumenentwicklung bei Neu- und Umbauten begrenzen lässt. Wir haben hierzu einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat eingebracht“, so Beisel weiter.

Stadt hat Präzedenzfälle geschaffen

Der liberale Bezirksbeirat auf dem Lindenhof, Wolf Engelen, kommentiert die Problematik der Nachverdichtung im Schwarzwaldviertel wie folgt: „Die Stadtverwaltung selbst hat den Sündenfall begangen und Präzedenzfälle geschaffen. Einige Bauprojekte sind in ihren Maßen weit überzogen und fügen sich meiner Meinung nach nicht harmonisch in die umliegende Bebauung ein. Um es deutlich zu sagen, ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Nachverdichtung des Schwarzwaldviertels, jedoch muss die Stadt sehr umsichtig neue Bauanträge dahingehend prüfen, dass diese nicht den Charakter des Viertels bedrohen.“

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