FDP-Positionen zur Bundesgartenschau 2023

Aktuelles, Pressemitteilungen | 25. Januar 2013

Die Straße „Am Aubuckel“ ist der Knackpunkt des Großprojektes

Die Bewerbung der Stadt Mannheim für die Austragung der Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2023 stellt für die FDP-Fraktion eine Chance dar, die ehemalige Spinelli-Kaserne landschaftlich zu entwickeln. Für die Liberalen gilt dabei, so wenig Eingriff in die Au wie unbedingt notwendig, um der BUGA zum wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen. Knackpunkt für die FDP-Fraktion ist und bleibt die Straße „Am Aubuckel“. Sollte diese weiterhin quer durch das Veranstaltungsgelände verlaufen, sieht die FDP-Fraktion den wirtschaftlichen Erfolg einer BUGA gefährdet. Denn die BUGA ist kein Selbstzweck und soll vorrangig der Entwicklung des Kasernengeländes dienen. Die Liberalen wollen deshalb eine verstärkte Analyse der Verkehrsalternativen.

BUGA mit Hauptverkehrsstraße?

Seit Beginn der Konversionsdebatte fordern die Liberalen für das Spinelli-Kasernengelände die Realisierung des notwendigen Frischluftkorridors. Mithilfe der BUGA könnte dieser Korridor realisiert werden, um gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum in ansprechenden Randlagen zu schaffen. „Mit ist jedoch bisher keine BUGA bekannt, durch die mitten hindurch eine Hauptverkehrsstraße mit überdurchschnittlich hohem LKW-Verkehr führt. Die Straße muss weg, sonst gibt es keine Zustimmung zu den BUGA-Plänen“, so FDP-Fraktionschef Volker Beisel. Die Straße „Am Aubuckel“ könne nicht Teil des zukünftigen BUGA-Geländes sein, so wie im Kompromissvorschlag der Verwaltung geplant. Laut Aussage der Verwaltung fahren auf dieser Straße täglich mehr als 20.000 Fahrzeuge, davon überdurchschnittlich viele Schwerlastfahrzeuge (9%).

Ausbau der Dudenstraße

Die Liberalen fordern deshalb von der Verwaltung eine intensive Prüfung der Alternativen. „Für uns ist ein Ausbau der Dudenstraße, bei gleichzeitigem Durchstich unter den Bahngleisen hindurch, eine überlegenswerte Ausweichroute“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Elke Wormer, die in der Arbeitsgruppe BUGA vertreten war.

So wenig Au wie notwendig, um der BUGA zum Erfolg zu verhelfen.    Foto: Kay Sommer

So wenig Au wie notwendig, um der BUGA zum Erfolg zu verhelfen. Foto: Kay Sommer

So wenig Au wie notwendig

Ausgangspunkt für die BUGA-Bewerbung ist und bleibt für die Liberalen die Konversion der Spinelli-Kaserne. Die Einbeziehung der Feudenheimer Au soll dabei so gering wie möglich erfolgen. „Die BUGA ausschließlich auf dem Spinelli-Gelände ist sicherlich wenig attraktiv und stellt den wirtschaftlichen Erfolg der Veranstaltung infrage“, so Beisel. Aber die Feudenheimer Au dürfe dabei nur so wenig wie möglich einbezogen werden, damit die BUGA für Besucher attraktiv ist und nicht zum Zuschussgeschäft für die Stadt wird. Die Au muss Landschaftsschutzgebiet bleiben und durch die Maßnahme eine Aufwertung erfahren.

Verbindung zum Luisenpark: Kreative Lösungen sind gefragt

Das Gelände der BUGA von 1975 muss auch bei der Planung für die BUGA 2023 einbezogen werden. Der Luisenpark soll integraler Bestandteil der neuen BUGA werden. Deshalb will die FDP-Fraktion eine attraktive Verbindung zwischen Luisenpark und dem zukünftigen BUGA-Gelände. „Wenn aus finanziellen Gründen keine neue Brücke die Verbindung der Parks über den Neckar möglich macht, brauchen wir andere kreative Lösungen, wie beispielsweise moderne Mobilitätskonzepte oder eine klassische temporäre Seilbahn“, fordert Wormer. Es wäre eine Verschwendung von Steuergeldern, wenn die bestehenden attraktiven Einrichtungen im Luisenpark, wie z.B. die Tiergehege, die Seebühne und der wunderschöne alte Baumbestand, nicht für die BUGA 2023 genutzt würden.

 

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