Schwerlastverkehr mitten durch die BUGA?

Aktuelles, Pressemitteilungen | 18. Februar 2013

FDP will Ersatz für Straße „Am Aubuckel“

Die Bewerbung der Stadt Mannheim für die Austragung der Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2023 stellt für die FDP-Fraktion eine Chance dar, die ehemalige Spinelli-Kaserne landschaftlich zu entwickeln. „Denn die BUGA ist kein Selbstzweck und soll vorrangig der Umwandlung des Kasernengeländes in einen Grünzug dienen“, so FDP-Fraktionschef Volker Beisel. „Für die Erhaltung des Landschaftsschutzgebietes Au haben Generationen von Bürgerinnen und Bürger gekämpft. Deshalb gilt, so wenig Eingriff in die Au wie unbedingt notwendig, um der BUGA zum wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen“, betonen die Feudenheimer Stadträtinnen Dr. Birgit Reinemund und Birgit Sandner-Schmitt sowie der Käfertaler Bezirksbeirat Thomas Gögel.

Die FDP-Stadträte Birgit Sandner-Schmitt, Volker Beisel und Dr. Birgit Reinemund MdB schlagen zwei Verkehrsalternativen zur Prüfung vor

Die FDP-Stadträte Birgit Sandner-Schmitt, Volker Beisel und Dr. Birgit Reinemund MdB schlagen zwei Verkehrsalternativen zur Prüfung vor

Zwei Verkehrsalternativen zur Prüfung vorgeschlagen

Knackpunkt für die FDP-Fraktion ist und bleibt die Straße „Am Aubuckel“. Sollte diese Straße weiterhin quer durch das Veranstaltungsgelände verlaufen, sieht die FDP-Fraktion den wirtschaftlichen Erfolg einer BUGA gefährdet. Die FDP fordert deshalb eine intensive Prüfung von Alternativrouten und hat hierzu zwei konkrete Vorschläge eingebracht.

Laut Aussage der Verwaltung fahren auf der Straße „Am Aubuckel“ täglich mehr als 20.000 Fahrzeuge, davon überdurchschnittlich viele Schwerlastfahrzeuge (ca. 9%). „Mir ist bisher keine BUGA bekannt, durch die mitten hindurch eine Straße mit Schwerlastverkehr führt. Aus unserer Sicht muss die Straße weg. Gleichzeitig brauchen wir aber auch eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Elke Wormer.

In einem Gutachten soll untersucht werden, ob die Dudenstraße ausgebaut werden kann. Mit einem Durchstich unter den Bahngleisen hindurch zur Feudenheimer Seite könnte so eine Verkehrsanbindung für Anwohner und Industriebetriebe sichergestellt werden. Die Kleingärten sollten dabei weitgehend unberührt bleiben.

Eine weitere Alternative, die die FDP zur Prüfung vorschlägt, wäre der Durchstich zwischen Mannheimer Straße und Käfertaler Straße. Zusammen mit einem Ausbau der Dudenstraße ließe sich so eine alternative Nord-Süd-Verbindung zur Straße „Am Aubuckel“ sicherstellen.

Eine BUGA mit LKWs macht keinen Sinn

„Eine BUGA mit Schwerlastverkehr wäre eine Katastrophe, da wir für die BUGA mindestens 105 Millionen Euro an Investitions- und 41 Millionen Euro an Durchführungskosten zu zahlen hätten.

So wenig Au wie notwendig, um der BUGA zum Erfolg zu verhelfen. Foto: Kay Sommer

So wenig Au wie notwendig, um der BUGA zum Erfolg zu verhelfen. Foto: Kay Sommer

Angesichts dieser Summen muss uns der große Wurf gelingen. Wenn wir eine Straße mitten durch die BUGA planen, dann bleiben am Ende auch die Besucher weg. In diesem Fall schießen die Durchführungskosten, aufgrund mangelnder Einnahmen, in die Höhe und die BUGA wird unfinanzierbar“, so Beisel. Sollte eine Verlegung der Straße nicht möglich sein, plädiert die FDP dafür, auf die BUGA zu verzichten und sich auf die Gestaltung des Spinelli-Geländes, als attraktiven Grünzug und Frischluftschneise, zu konzentrieren.

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