Bund zahlt 250 000 Euro für Sanierung Sternwarte

Archiv, Aus der Presse | 7. Juni 2013

Denkmalschutz: Berlin unterstützt Sanierung des Barock-Juwel

© Mannheimer Morgen, Freitag, 07.06.2013

Die Arbeiten an der maroden Sternwarte haben begonnen – und die Mannheimer können bei der Sanierung des barocken Kulturerbes auch auf den Bund zählen: Der bewilligt 250 000 Euro für die Sternwarte aus Carl-Theodor-Zeit. Unter dem etwas sperrigen Titel „Zuschüsse für national bedeutsame Kulturgüter“ hat der Haushaltsausschuss des Bundestages Mittel für den Erhalt von Denkmälern freigeben.

Die Bundestagsabgeordneten Birgit Reinemund (FDP), Egon Jüttner (CDU) und Stefan Rebmann (SPD) freuen sich in Pressemitteilungen darüber, dass Mannheim bedacht wurde. Mit dem Zuschuss leiste der Bund einen wichtigen Beitrag zum Schutz der historischen Bausubstanz in Mannheim, so Reinemund über den Beschluss des Bundestagsgremiums. Anfang Mai hatte sich die Abgeordnete an den Staatsminister für Kultur gewandt, auf die Sanierung der – in dieser Art einzigartigen – Sternwarte hingewiesen und für die Unterstützung der Anträge zur Sanierung des Denkmals geworben. „Als Mannheimer Bürgerin und Stadträtin freue ich mich besonders, dass die Fassade unserer kurfürstlichen Sternwarte bald wieder mit den Sternen um die Wette funkeln kann!“ Allein die Außensanierung des maroden historischen Oktagons wird mit einer Million Euro veranschlagt, das Land zeigt dabei mit 470 000 Euro barocken Kunstsinn, die Stadt bringt sich mit 300 000 Euro in die Hausaufgabe ein, das „Aktionsbündnis Sternwarte“ bewegt mit 230 000 Euro einen gewaltigen Finanzschub.

SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer als treibende Kraft im Aktionsbündnis hat mit ihren Mitstreitern vom Stadtarchiv, vom Planetarium und vom Technoseum und deren jeweiligen Fördervereinen jahrelang Druck gemacht, in Krimi-Lesungen, Benefizkonzerten, Vorträgen den jammervollen Zustand der Sternwarte beklagt und zum Spenden aufgerufen. Stadtarchiv und Leihamt legten gemeinsam eine limitierte Münzsuite neu auf, mit der einst Carl Theodor seine Getreuen beschenkte. red

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