Stadt will besseren Tierschutz

Aus der Presse | 13. Dezember 2013

Politik: Ausschuss spricht sich für Einsetzung eines ehrenamtlichen Beauftragten aus

Mannheim soll einen ehrenamtlich tätigen Tierschutzbeauftragten bekommen. Der Gemeinderatsausschuss für Sicherheit und Ordnung hat in seiner jüngsten Sitzung einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung zugestimmt. Die Idee dazu war von den Grünen gekommen, das Rathaus hat ihren Vorschlag mit Blick auf anfallende Kosten aber etwas überarbeitet. Das letzte Wort in der Sache hat der Gemeinderat in seiner Dezember-Sitzung.

 Der Tierschutzbeauftragte soll die Bürger in Fragen der Tierhaltung beraten sowie Kinder und Jugendliche zum Beispiel in Schulen über dieses Thema aufklären. Darüber hinaus soll er Vorschläge machen zur Verbesserung des Tierschutzes im Stadtgebiet. Möglicherweise, so heißt es in der Vorlage, komme auch eine Beratung der im Fachbereich Sicherheit und Ordnung angesiedelten Tierschutzbehörde in Betracht – diese Mitarbeiter überprüfen zum Beispiel, ob bei Zirkusgastspielen die Vorgaben eingehalten werden. Für die Aufgabe sucht die Verwaltung „eine Persönlichkeit mit einer einschlägigen wissenschaftlichen Vorbildung (z. B. Biologie, Ökologie, Forstwirtschaft)“.

Die Stadt rechnet laut Vorlage mit Kosten von rund 14 500 Euro. Knapp 10 000 Euro davon sind für einen Arbeitsplatz nötig, den der Beauftragte für Beratungsgespräche und Schriftverkehr bekommt. Für Fortbildungen sind 1000 Euro eingeplant, der Rest fließt in die Aufwandsentschädigung für die ehrenamtliche Arbeit.

 Mit dem Amt betrete man Neuland, erklärte Bürgermeister Christian Specht in der Sitzung. Der Ausschuss votierte dafür – einzig Volker Beisel (FDP) stimmte dagegen. Ihm erschließe sich die Notwendigkeit dieses Beauftragten nicht, sagte er.

Antragstellerin Natascha Werning (Grüne) hingegen ist froh über die Mehrheit. „Ich bin zuversichtlich, dass sich die Stelle rentieren wird.“ Die Grünen hatten in den vergangenen Etat-Beratungen 25 000 Euro für die Stelle eines Tierschutzbeauftragten gefordert. Der sollte in erster Linie die Verbesserung des Tierschutzes im Auge haben. Das Geld bewilligte der Gemeinderat damals allerdings nicht. imo

© Mannheimer Morgen, Freitag, 22.11.2013

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