Leben in die Offizierssiedlung bringen – FDP fordert sofortige Direktvermarktung

Entwicklung der Offizierssiedlung in Karlsruhe ist Positivbeispiel

Die FDP-Fraktion vor Ort in der Offizierssiedlung (v.l.n.r.): Volker Beisel, Dr. Elke Wormer, Dr. Birgit Reinemund und Birgit Sandner-Schmitt

Die FDP-Fraktion vor Ort in der Offizierssiedlung (v.l.n.r.): Volker Beisel, Dr. Elke Wormer, Dr. Birgit Reinemund und Birgit Sandner-Schmitt

Die Offizierssiedlung ist Teil der Kaserne „Benjamin-Franklin-Village“ und aufgrund ihrer parkartigen Umgebung und dem Baumbestand eine Besonderheit unter den Konversionsgeländen im Stadtgebiet Mannheim. In der Rahmenplanung für das gesamte Areal plant die Verwaltung nicht nur den Ankauf durch die Stadt sondern auch eine starke Nachverdichtung. Die FDP-Fraktion plädiert dagegen für eine sofortige Vermarktung durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und lehnt weiterhin einen städtischen Ankauf als unnötig ab. Ähnlich wie bei der Offizierssiedlung in Karlsruhe könnte mit der Direktvermarktung durch die BImA zeitnah wieder Leben in die Waldsiedlung einkehren.

Großes Interesse der Bürger an der Offizierssiedlung

„Das Interesse an der Offizierssiedlung ist enorm. Seit unserer Begehung im letzten Sommer erhalten wir regelmäßig Anfragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die lieber heute als morgen in die Offizierssiedlung einziehen wollen. Warum sollten wir diesen Wünschen nicht entgegen kommen?“, fragt sich FDP-Fraktionsvorsitzender Volker Beisel. Die FDP-Fraktion beantragt deswegen eine Änderung der Rahmenplanung und will für die Offizierssiedlung zeitnah die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit die BImA mit Kaufinteressenten in direkte Verhandlungen treten kann. Der besondere Baumbestand soll dabei ebenso erhalten bleiben wie die großen Grundstücke.

Waldsiedlung mit einzigartigem Baumbestand

Waldsiedlung mit einzigartigem Baumbestand

Positivbeispiel Karlsruhe: Wohnen wie die Offiziere zu vertretbaren Preisen

Die Offizierssiedlung in Karlsruhe sieht fast identisch aus, wurde jedoch bereits vor Jahren einer zivilen Nutzung zugeführt. Auch dort konnten mit Hilfe des Baurechts die weitläufigen Grundstücke und der Baumbestand bewahrt werden. „Wenn junge Familien und Fach- und Führungskräfte in unserer Stadt keinen bezahlbaren, attraktiven Wohnraum finden, wie es heute oft der Fall ist, dann wirkt sich das zunehmend negativ auf unsere Mannheimer Unternehmen aus. Denn im Wettbewerb um Fachkräfte zählt auch das Angebot auf dem Wohnungsmarkt. Im Fall der Offizierssiedlung können die vorhandenen Häuser mit dem gewachsenen Baumbestand sofort bezogen oder nach den eigenen Vorstellungen umgebaut werden und dies in einem vernünftigen Preissegment“, so die wirtschaftspolitische Sprecherin Dr. Birgit Reinemund.

Zu langes Warten schadet der Bausubstanz

Die FDP-Fraktion drängt dabei zum raschen Handeln, denn zu langes Warten schadet der Bausubstanz. „Wenn wir noch Jahre die Entwicklung der Offizierssiedlung aufschieben, wie es die Verwaltung beabsichtigt, dann können wir nachher nur noch den Abrissbagger schicken. Wir sollten das große Interesse der Bürgerschaft nutzen, um rasch neuen Schwung in die Offizierssiedlung zu bringen. Das Beispiel Karlsruhe zeigt, dass man den Gebietscharakter dieser idyllischen Waldsiedlung erhalten und gleichzeitig den aktuellen Wohnbedürfnissen Rechnung tragen kann. Die Menschen können sehr gut selbst entscheiden, ob und wie sie ihre Häuser umbauen wollen. Die Freiheit sollten wir den Kaufinteressenten zugestehen“, betont Stadträtin Birgit Sandner-Schmitt.

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