FDP fordert erneut zügigen Bau der neuen Neckarbrücke zwischen Seckenheim und Ladenburg

Die Forderungen nach einer neuen Neckarbrücke verhallen in Seckenheim auch nach Jahren des Planungsstillstands nicht. Die FDP-Fraktion erneuert nun ihre Forderung, endlich mit den Vorbereitungen für den Brückenneubau zu beginnen. Ansonsten läuft in wenigen Jahren der Planfeststellungsbeschluss ab und alle bisher dahin investierten Gelder wären verschwendet.

Die FDP-Fraktion im Mannheimer Gemeinderat: Volker Beisel, Dr. Elke Wormer, Dr. Birgit Reinemund, Birgit Sandner-Schmitt (v.l.n.r.)

Die FDP-Fraktion im Mannheimer Gemeinderat: Volker Beisel, Dr. Elke Wormer, Dr. Birgit Reinemund, Birgit Sandner-Schmitt (v.l.n.r.)

Seit Jahren leidet Seckenheim, ebenso wie die umliegenden Gemeinden, unter der starken Verkehrsbelastung. „Die Brücke zwischen Seckenheim und Ilvesheim ist ein Nadelöhr und nicht für das heutige Verkehrsaufkommen konzipiert. Zur Hauptverkehrszeit reihen sich hier die PKWs aneinander. Bis zum Jahr 2020 wird sogar von einer deutlichen Zunahme des Verkehrs ausgegangen. Es droht der Kollaps. Dies sind alles wichtige Gründe, warum das Land Baden-Württemberg die bereits planfestgestellte neue Neckarbrücke bei Ladenburg und Edingen endlich angehen muss“, betont FDP-Fraktionsvorsitzender Volker Beisel.

Planungen zur neuen Brücke dürfen nicht umsonst gewesen sein

Im Juni 2008 wurde für die neue Neckarbrücke, zusammen mit der südlichen Anbindung an die L 597, der Planfeststellungsbeschluss bestandskräftig. Damit liegen alle notwendigen Genehmigungen vor. Der Beschluss ist, inklusive einer zu beantragenden Verlängerung, bis zum Jahr 2020 rechtsgültig. Danach ist der Planfeststellungsbeschluss unwirksam. „Wenn die Landesregierung weiter untätig ist, dann verfällt am Ende auch die Rechtsgültigkeit des Beschlusses und das ganze Geld für das Prüfverfahren wäre umsonst ausgegeben worden. Viel schlimmer ist jedoch, dass dadurch Seckenheim immer weiter auf das Abstellgleis gerät. Schon jetzt erstickt der Stadtteil im Verkehr. Die neue Neckarbrücke muss schnellstens umgesetzt werden. Es ist schon makaber, wenn die Landesregierung Verkehrsmittel beim Bund nicht abruft und in der Region argumentiert, das Geld würde fehlen“, betont die wirtschaftspolitische Sprecherin Dr. Birgit Reinemund.

Alle Gemeinden wollen Brückenneubau

Die neue Neckarbrücke ist nicht nur aus Seckenheimer Sicht von enormer Bedeutung. „Alle umliegenden Gemeinden wollen diese neue Neckarbrücke. Die Stadt Mannheim investiert aktuell zudem rund fünf Millionen Euro in die Sanierung der Seckenheimer Planken. Zahlreiche Anwohner und ansässige Gewerbetreibende haben ebenfalls viel Geld in die Hand genommen und am Standort investiert. Allerdings haben wohl alle damit gerechnet, dass am Ende auch der große Wurf umgesetzt wird“, so Stadträtin Birgit Sandner-Schmitt. Erst mit der neuen Neckarbrücke könne Seckenheim deutlich entlastet werden und gewänne an Attraktivität.

 

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