Schulentwicklung in Neckarau – FDP plädiert für Wilhelm-Wundt-Schule als Standort der Ganztagsgrundschule

Stadtrat Volker Beisel und Bezirksbeirat David Hergesell

Eine große Chance sehen Stadtrat Volker Beisel und Bezirksbeirat David Hergesell, beide FDP, für die Schulentwicklung im Stadtteil Neckarau. Durch die jetzt vom Gemeinderat beschlossene Strategie entstehen sowohl in den Räumlichkeiten der Schillerschule als auch in der Wilhelm-Wundt-Schule (WWS) neue Kapazitäten. Allerdings betont Stadtrat Volker Beisel: „Neckarau würde besser fahren, wenn die Ganztagsgrundschule im Gebäude der WWS und die Realschule im Gebäude der Schillerschule untergebracht würden. So, wie es jetzt vom Gemeinderat beschlossen wurde, haben wir in einigen Jahren die zwei einzigen Neckarauer Grundschulen in wenigen hundert Meter Abstand. Das ist aus Sicht der Schulwegeplanung keine gute Lösung. Für uns gilt: Kurze Beine kurze Wege! Außerdem hätte unser Vorschlag die Folge, dass zwei Schulen im Stadtteil endlich barrierefrei würden. Dies ist in Zeiten fortschreitender Inklusion ein sehr wichtiger Gedanke.“

Chance auf doppelte Investition vertan

Der Neckarauer FDP Bezirksbeirat David Hergesell gibt zu bedenken: „Das Dach der WWS ist ein Notdach aus der Nachkriegszeit. Keiner weiß, wie lange dieses Dach Wind und Wetter noch stand hält. Hätte der Gemeinderat die Umgestaltung der WWS in eine Ganztagsgrundschule beschlossen, so hätte man hier gleich Nägel mit Köpfen machen können – die Grundsanierung des Daches und den Bau der dringend benötigten Mensa hätte man hervorragend verbinden können. Das wäre zwar jetzt etwas teurer gewesen, hätte aber auch den sowieso bestehenden Sanierungsstau behoben – am Ende wäre dies die nachhaltigere Lösung gewesen.“ Außerdem hätte dieses Szenario dazu geführt, dass zwei Schulgebäude von Grund auf saniert werden würden. Beisel und Hergesell stellten nach der Sitzung des Gemeinderates unisono fest: „Die Stadt kann jetzt zumindest die eine Chance zur Schulentwicklung nutzen. Das wird der Schullandschaft in Neckarau gut tun. Allerdings hat der Gemeinderat gleichzeitig eine andere Chance verspielt.“


Abgesehen davon sprechen Beisel und Hergesell den Beteiligten in Verwaltung und Politik ihren Dank aus. Die Entscheidung im Bezirksbeirat, im Ausschuss und letztlich im Gemeinderat wurde durch einige Vor-Ort-Termine flankiert und alle Beteiligten waren einer guten Lösung im Sinne der Schülerinnen und Schüler zuträglich.

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