Bürger im Boot: Wie sozial soll Gerechtigkeit sein?

Beginn: Mittwoch, 21. Juni 2017, 19:00 Uhr
Ende: Mittwoch, 21. Juni 2017, 21:00 Uhr
Ort: Ökumenisches Bildungszentrum sanctclara, B5, 19, 68159 Mannheim

Wie sozial soll Gerechtigkeit sein?
Zur Zukunft der sozialen Sicherungssysteme in Zeiten des Umbruchs

Gerechtigkeit ist ein Verhältnisbegriff, der das angemessene und optimale Maß eines ausgeglichenen gesellschaftlichen Miteinanders formuliert. Unbestritten ist Gerechtigkeit in demokratischen Staaten eine Grundnorm, die konstitutiv für deren Verfassungen und deren Rechtsprechung ist.

Im Zuge der Aufklärung, der Französischen Revolution und in deren Folge der sich formierenden politischen Ideen, die sich in Form diverser Gesellschaftsverträge im Wesentlichen auf die Postulate der Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit beriefen, entwickelten sich mehr und mehr unterschiedliche und auch gegensätzliche Vorstellungen von dem, was Gerechtigkeit in modernen Gesellschaften zu bedeuten habe.

Während in angelsächsischen Ländern unter Gerechtigkeit mehr das Leistungsprinzip verstanden wird, ist z.B. in Frankreich und Deutschland das Gleichheitsprinzip vorherrschend. Diese Auffassung von Gerechtigkeit versteht sich weiterhin als sozial und chancenorientiert: materielle Güter, Arbeit und Ressourcen werden gleich verteilt, sodass ein möglichst breiter, gleichberechtigter Zugang aller Menschen an den gesellschaftlichen Möglichkeiten eröffnet wird.

Gemeinsam ist diesen unterschiedlichen Gerechtigkeitsentwürfen unbestritten, dass es ihnen um das Wohl des Einzelnen und der Gesellschaft sowie deren Zukunft geht. Unbestritten ist aber auch, dass die politischen Vorstellungen der Verwirklichung und gesellschaftlichen Gestaltung von Gerechtigkeit sich unterscheiden.

Gerade diese Unterschiede zeigen sich in den letzten Wochen im Vorfeld der Bundestagswahl: die Forderungen nach mehr staatlichem Interventionismus, mehr sozialer Gerechtigkeit und überhaupt einer gerechteren Gesellschaft, die durch Umverteilung und höhere Steuern auf größere Einkommen die behauptete soziale Spaltung der Gesellschaft überwinden und die Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung zum Wohle aller beenden will.

Braucht das Land für seinen sozialen Frieden und seine gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit also mehr soziale Gerechtigkeit?

Es diskutieren mit Ihnen:

  • Thomas Hahl • Gewerkschaft IG Metall
  • Matthias Weber • Geschäftsführender Direktor des Diakonischen Werks Mannheim
  • Florian Kußmann • Kreisvorsitzender der FDP Mannheim und Bundestagskandidat 2017

Die Moderation übernimmt unser Kreisvorstandsmitglied Jörg Diehl.

Einladung zum Download

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